Der Pokal

Der Tschammer- oder Goldfasanenpokal (1935-1943)
Der Tschammer- oder Goldfasanenpokal (1935-1943)

Der Sieger des von 1935 bis 1943 ausgetragenen Tschammerpokals erhielt als offizielle Siegertrophäe den „Goldfasanen-Pokal“.

 

Nachdem der nationale Pokalwettbewerb als DFB-Pokal in den 1950er Jahren wiederbelebt worden war, erinnerte der bisherige Pokal den damaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Peco Bauwens, zu sehr an die Zeit des Nationalsozialismus. Die Trophäe wurde allerdings bis 1964 beibehalten, jedoch wurde das Hakenkreuz entfernt und durch eine Platte mit dem DFB-Logo ersetzt.

Der DFB-Pokal (seit 1965)
Der DFB-Pokal (seit 1965)

So wurde 1964 beim Kölner Künstler Wilhelm Nagel, einem Dozenten für Goldschmiedekunst an den Kölner Werkschulen, der Entwurf eines neuen Pokals in Auftrag gegeben, der erstmals an Borussia Dortmund nach dem 2:0 gegen Alemannia Aachen im Endspiel 1965 überreicht wurde.

 

Die noch heute an den DFB-Pokalsieger überreichte Trophäe ist rund 52 cm hoch, 5,7 kg schwer und hat ein Fassungsvermögen von acht Litern. Der Pokal besteht aus mit 250 Gramm Feingold feuervergoldetem Sterlingsilber. Dekoriert ist der Pokal mit zwölf Turmalinen, zwölf Bergkristallen und achtzehn Nephriten. Kernstück ist das aus grünem Nephrit geformte DFB-Emblem.

 

Der Sockel der Trophäe bietet Platz für die Eingravierung der siegreichen Mannschaften. Nachdem bis 1991 etwa 700 Buchstaben und Ziffern mit den Jahreszahlen und Namen der Pokalsieger in den Sockel graviert worden waren, musste die Basis des Pokals um fünf Zentimeter erhöht werden, um Platz für weitere Siegergravuren zu schaffen. Die jetzige Sockelfläche reicht bis zum Jahr 2020.

Schiefer Pokal auf Schalke (2002)
Schiefer Pokal auf Schalke (2002)

Im Jahr 2002 wurde der DFB-Pokal generalüberholt, nachdem ihn der damalige Schalke-Manager Rudi Assauer nach eigenen Angaben aus Leichtsinn hatte fallen lassen und ihn dadurch beschädigt hatte. Wochenlang war der schiefe Pokal zu Schalke im Schalke-Museum ausgestellt, bis er für einen Betrag von rund 32.000 Euro repariert wurde. Die Reparaturkosten übernahm Rudi Assauer vollständig.

 

Der materielle Wert der Trophäe wird von Kunstexperten auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

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